Oktober 2014

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Bundes- und Herbstsieger - heute hü, morgen hott

 

Am letztenSamstag Morgen machte sich der Dobby-Hund mit seiner Chauffeurin auf den Weg nach Dortmund. Um 5 klingelte der Wecker, um 6 saßen wir im Auto, um 9 waren wir bei der Westfalenhalle und um 10.30 so rum standen wir im Ring. Aber wir waren beide nicht soo doll drauf. Die Chefin hat gezittert wie ein Kuhschwanz (wir waren doch noch nie auf so ner wichtigen großen Ausstellung) und uns ging echt bös der Kackstift. Insofern war ich aufgrund dieser Aufregung auch total durch den Wind und hinstellen war schlicht nicht drin. Selbst beim Laufen war ich - der sonst so coole Dobby -  steif wie ein Brett. Ergo: wir verließen den Ring mit einem sg (aber immerhin Platz 5 und Vs gab es nur für die Plätze 1-3). Wobei wir herzlich über den Richterbericht lachen mussten, stand da doch "tail a bit funny in the move". Tja, ein lustiger Hund darf eben auch seine Rute lustig tragen!

 

Über den Richter am Sonntag, Herrn Christophe Coppel, wussten wir nur, dass er aus Frankreich kommt und den Messgalgen nicht nur zum Rumliegenlassen dabei hat. Insofern waren wir nach einer Nacht mit vielen Stunden Tiefschlaf und dem Bewusstsein, dass ich wirklich nicht grad der Kleinste bin, tiefenentspannt und richteten uns schon auf ein vorzeitiges Aus ein. Das war vielleicht gut so, weil das Zittern bei der Chefin dadurch erst gar nicht aufkam und ich somit auch endlich wieder cool war. Ich hab sogar super mitgemacht, sagt die Chefin. Ich stand anfangs recht gut, hatte aber beim Warten auf die Schlussläufe starke Tendenzen in Richtung Körbchen außerhalb des Rings. Die ganze Warterei ging mir gut auf den Zwirn. In meinem Körbchen wäre es viel bequemer gewesen. Aber ich musste sogar in Positur stehen bleiben. Die Chefin hatte auch die ganze Zeit den Richter im Auge. Und der hat tatsächlich immer mal wieder einen prüfenden Blick in die Runde geworfen. Beim Laufen war ich diesmla richtig klasse und mit ordentlich Speed unterwegs (vielleicht, so dachte ich, ist es dann eher rum). Und nach gutem Zureden - oder soll ich schimpfen der Chefin sagen - präsentierte ich mich dann auch wieder perfekt. Obwohl der arme Richter Coppel (Dixmoor Whippets) wenig Begeisterung über das Ergebnis seines Messgalgens zeigen konnte, als er mir das Ding auf die Schultern legte, überbewertete er meine Größe nicht und sprach mir das V2 Res VDH der offenen Klasse zu. Wir haben uns mal wieder gefreut wie Hulle!!! Später in einem Interview mit Karla Schwede hat er sich wohl sogar dazu geäußert, dass er eine Größe für 53cm für einen Rüden noch für akzeptabel erachte. Wen er damit nur gemeint haben könnte???

 

Mein Einsatz sollte dann auch belohnt werden und so machten die Chefin und ich noch einen Zwischenstop auf dem Heimweg in Köln, wo ich dann noch überglücklich einen 480m Lauf absolvierte und trotz zweier stressiger Tage noch eine 35,31 lief. Für einen reinen Showie (mit hysterischen Tendenden vor dem Startkasten) gar nicht so übel.

 

Zum Abschluss des Wochenendes durfte ich dann noch mit meinem Kumpel Clay eine Runde über die Wiesen fegen. Clay war auch total happy, dass wir wieder zuhause waren. Wenngleich er mit der Chefin ein wenig beleidigte Leberwurst gespielt hat.

 

Hier nun auch noch ein Foto von meinem super V2 der offenen Klasse in Dortmund beim Herbstsieger. Danke an Richter Christophe Coppel für die tolle Bewertung und an Karla Schwede für das entsprechende Foto!

 

Meine Chefin sagt, ich sei eh der schönste Hund der Welt!

Freitag, 17. Oktober 2014

Sachsenheim - kaum Sonnenschein

 

Puuuh - was ein Wochenende!!! Letzten Samstag zockelten wir gemütlich nach Sachsenheim. An der Anhängerkupplung hatten wir trockenes, zeitweise sonniges Wetter angebunden, denn Sachsenheim war samstags anscheinend nicht so wirklich prickelnd, aber das ging an uns vorbei. Weil wir nicht zu den Frühaufstehern gehören, konnten wir unseren Clay für das Rennen am Sonntag schon samstags einliefern und TA-kontrollieren lassen (Jana Keim hat das toll gemacht, denn Clay ist mit seinen Pfoten ein wenig piepig, hat bei ihr aber brav still gehalten).


Sonntag morgen startete das Rennen mit 40 minütiger Verspätung, nicht zuletzt wegen Nebel auf der Bahn...


Den ersten Vorlauf hat Clay dann total versemmelt. Der Start war eher mau und irgendwie fand er das Ganze sicher zu nasskalt und man muss sich ja auch erst mal in Ruhe die Bahn angucken. 25.57 sec waren dann immerhin noch die achtbeste Zeit (von 11 *hüstel*).


Für den zweiten Vorlauf hab ich ihm dann ins Gewissen geredet, dass er noch an seiner Starttechnik feilen muss. Wir hatten Glück und bekamen Box 1 zugelost, Clay blieb im Kasten weit hinterm Gitter zurück (ich nehm an, er nahm Anlauf) und schoss aus dem Kasten als gäb es kein Morgen! Er lieferte sich dann ein schönes Rennen mit ein paar Überholmanövern mit dem späteren Rennsieger Dylan Thomas vom rauhen Meer. Gigantisch! Ergo verbesserte sich auch die Zeit um knappe 12 (in Worten ZWÖLF) Zehntel zum ersten Vorlauf auf 24.40 sec. Das war dann auch die viertschnellste Zeit aller Grundklasse Rüden mit einem Abstand von nur drei Hunderstel auf den Dritten: Eddy (WY Burton) von Familie Wittka und das wurde es auch.

 

Clay hatte im Finale Box 2. Aus Box 1 sollte der vermeintliche Widerunner Mythos vom Badener Moor starten, der Clay in Gelsenkirchen so fies in die Zange genommen hatte, als er von außen nach innen zog. Wir befürchteten also schon Schlimmes. Aber Clay hatte sich das mit dem Bombenstart anscheinend gemerkt und war schon aus der Box, als Mythos dann mal die Verfolgung aufnahm. Die sechs Jungs lieferten sich ein sauberes schönes Rennen und Clay konnte sich nochmal auf 24.31 verbessern und sicherte sich den 3. Platz, direkt nach Dylan Thomas (23.98) und Sweet Beasties Blood Diamond. Eddy wurde vierter, Oki vom Leineufer fünfter und Mythos kam auf sechs.
Ein wenig weniger spaßig war dann aber die Siegerehrung die sich etwas in die Länge zog. Die Whippet-Welt stöhnte auf, als es hieß, dass die Ehrungen in alphabetischer Reihenfolge erfolgen sollten. W wie Whippet oder Warten... Dunkle Wolken zogen auf und verhießen nichts Gutes. Und zu allem Überfluss wurden die Hundepässe nicht bei der Siegerehrung ausgeteilt, sondern mussten danach von quasi allen Teilnehmern eingesammelt werden. Das führte bei dem ein oder anderen Teilnehmer zu Unmut und wir wollten ja alle heim.


Nach ca drei Stunden durch Dunkelheit und Regen waren wir froh, als endlich das Auto auf unserem Parkplatz abgestellt wurde, die Hunde wurden versorgt und der Krempel aus dem Auto geladen und dann fielen wir nur noch ins Bett.
Neben dem aufregenden Renntag gab es aber auch noch viel mehr zu berichten, denn nette Leute haben deutlich zum Gelingen dieses Tages beigetragen, hat die Chefin doch endlich mal einige Facebook-Gesichter jetzt einem echten Menschen zuordnen können oder aber ein bereits bekanntes Gesicht nach langer Zeit mal wieder gesehen.

 

Nachdem das letzte Wochenende also ein Clay-Wochenende war, steht das kommende unter meinem Stern. Die Chefin und ich fahren ganz allein zur Bundessiegerausstellung nach Dortmund. Heute Nacht müssen wir saufrüh raus und dann geht es los. Sonntag ist dann die nationale VDH Ausstellung, zu der ich auch gemeldet bin. Der Chef bleibt zuhaus und hütet den Clay.
 

Und das Wochenende drauf fährt die Chefin mit uns beiden Hundis nach Landstuhl und wir laufen unser 2014-Abschiedscoursing. Die Saison neigt sich zwar dem Ende, aber wir geben nochmal alles! Drückt und also alles Daumen und Zehen!

We will keep you postet!