Mai 2014

Freitag, 30. Mai 2014

Vatertag

 

Im wahrsten Sinn des Wortes war gestern Vatertag. Und als guter Vater habe ich gestern meine kleine Tochter Amelie getroffen, die hier bei uns in der Nähe lebt. Die junge Dame hat sich zu einem zauberhaften Junghund entwickelt und ist recht unerschrocken, aber keinesfalls draufgängerisch.

 

Nachdem der mit Amelie zusammenlebende Altrüde Manou und ich uns erst mal an der Leine nicht wirklich riechen konnten, gingen wir einfach ein bisschen miteinander spazieren. Amelie und Clay durften frei laufen und das klappte auch alles schon richtig gut. Und nachdem auch Manou und ich uns etwas abgeregt hatten, klickten auch an unseren Halsbändern die Karabiner. War überhaupt kein Problem mit uns gestandenen Herren. Dafür aber umso schöner, als ich mich um meine kleine Tochter kümmern konnte. Wir gaben schon ein tolles Gespann ab. Das wär in der Zukunft glatt einen Start in der Paarklasse in einer Ausstellung wert.

 

Amelie und ich verstanden uns blind. Klar - we are family ! Überraschender Weise hat die Kleine sogar bei mir Schut gesucht, wenn ihr die anderen beiden Jungs Manou oder Clay auf die Pelle gerückt sind. Es war ein herrlicher, sonniger Tag in blumenüberfluteten Wiesen, der nach Wiederholung schreit.

Dienstag, 20. Mai 2014

Es ist der Wurm drin

 

So, wir sind wieder zurück von Münster. Clay durfte bei der Kurzstreckenmeisterschaft an den Start gehen. Die Konkurrenz war gigantisch. Bei den Rüden gingen 25 Hunde an den Start. Dass der Lütte hier vielleicht noch nicht die nötige Erfahrung mitbringt, war anzunehmen.

 

Im ersten Vorlauf musste er antreten gegen zwei absolute Favoriten: Wizard the best und Swindger. Leider kam Clay nicht gut aus dem Kasten und ging als Vierter ins Ziel. Zeit 18,44 sec, was nicht unbedingt als prickelnd zu bezeichnen ist. Nichtsdestotrotz schon mal zwei Zehntel schneller als bei unserer Proberunde vor zwei Wochen.

 

Im zweiten Vorlauf ging Clay mit Surumu an den Start. Auch ein Favorit. Ein recht kleiner Rüde mit Kämpferherz, aber das hat Clay ja auch. Über die Startgrade lag Clay sogar in Führung aber wie schon im ersten Lauf, nahm er auch hier wieder in der Kurve Gas raus und die anderen konnten an ihm vorbei ziehen.

 

Vor diesem Hintergrund bekamen wir die Empfehlung, Clays Halswirbelsäule mal checken zu lassen und wie es der Zufall wollte, war am Tag drauf Frau Dr. Eul-Matern in Köln auf der Rennbahn, um Windhunde zu behandeln. Per Zufall bekamen wir dann auch noch einen Termin und so gondelten wir am Sonntag also nach Köln.

 

Die Frau Doktor war ne ganz liebe. Clays Wirbelsäule war zum Glück weitgehend ok. Aber die Schulter war blockiert. Das dürfte jetzt wieder im Lot sein. Zusätzlich hat Clay noch ein paar Nadeln ins Fell gepiekst bekommen. Die wollte er zwar wieder rauszupfen, aber die Chefin verstand da keinen Spaß. Jetzt muss Clay etwas Ruhe haben und bekommt Massagen und ein wenig Streching und dann hoffen wir, dass es wieder gut ist.

 

Wo wir grad da waren, wurde ich auch noch behandelt. Ich dachte die ganze Zeit schon, dass sich mein Hinterteil unangenehm anfühlt. Aber richtig lahm war ich nicht. Jedenfalls stellte sich heraus, dass mein Ilio-Sakral-Gelenk (sprich das Kreuz) blockiert war. Das ist jetzt auch wieder korrigiert und ich bekam auch einen Satz Nadeln in den Pelz. War aber gar nicht schlimm. Und ich glaub, ich kann wieder besser laufen.

 

Gestern und heute hatten wir aber noch Leinenzwang, weil wir nach der Behandlung erst mal zwei Tage nicht toben sollten.

 

Dann kam unterwegs der Schock am frühen Abend. Auf unserem Spaziergang ibin ich grade von einem riesigen Schäferhund angefallen worden. Der hatte sich mitsamt Leine losgerissen. Die Chefin hat also auch unsere Leinen fallen lassen, wohl, damit wir weglaufen können. Aber dazu kam ich gar nicht mehr. Der Schäferhund hat mich gepackt und ich hab nur noch geschrieen vor Angst. Kaum kam ich etwas weg, hatte das Vieh mich auch schon wieder am Wickel. Clay hat sich daraufhin todesmutig auf den Schäferhund gestürzt. Das hat den Hund so abgelenkt, dass die Chefin ihn am Stachelhalsband greifen und von mir wegziehen konnte. Zum Glück ist mir augenscheinlich nichts passiert - kein Kratzer und alles nochmal gut gegangen. Aber richtig fröhlich war ich seither nicht mehr. Ich glaub, ich muss da erst mal eine Nacht drüber schlafen.

 

Gute Nacht - Euer Dobby

Donnerstag, 15. Mai 2015

Kurzer Zwischenbericht

 

Es gibt Neuigkeiten: Meinen Kindern geht es gut. Wir haben von Sissi (die jetzt Amelie heißt) gehört, dass es ihr super geht und sie sich toll entwickelt. In Kürze wollen wir uns endlich mal treffen. Die Terminfindung ist bei uns nur ein bisschen schwierig, aber das wird sicher bald klappen.

 

Franz-Josef hat auch von sich hören lassen. Ihm geht es super und er ist schon ein richtig aufgeschlossener, selbstbewusster junger Mann und der Augenstern seiner Menschen. Auf jeden Fall schreibt er seinem alten Herrn tolle interessante Emails ;-)

 

Sophie hat am kommenden Wochenende ihren ersten großen Auftritt. Sie wird das erste Mal einen Ausstellungsring von innen sehen und das sogar bei der Clubsiegerausstellung des WCD (Puppytag). Ich bin sicher, dass sie das rocken wird, allein wenn ich an die ganzen überwältigenden Kommentare der Aussteller in Köln an Ostern denke. Also viel Spaß und Erfolg an Claudia und Sophie.

 

Gleiches wird auch Clay am Wochenende brauchen. Mein Kumpel startet doch tatsächlich bei der deutschen Kurzstreckenmeisterschaft. In seiner Klasse sind 26 Hunde gemeldet - die creme de la creme. Das wird kein leichtes Spiel. Aber wir sind guten  Mutes, Clay ist super drauf und er macht das schon. Hauptsache heil heimkommen und Spaß haben.

 

Let´s rock!!!

Ich werde berichten

Euer Dobby

Montag, 12. Mai 2014

Schöne Scheiße

 

Es ist echt nicht wahr: die Zeit rennt. Jetzt ist schon das erste Jahresdrittel rum. Der Frühling hält Einzug und ein etwas verspätetes Aprilwetter "beglückt" Deutschland.

 

Was das Wetter angeht, sind das nicht die besten Voraussetzungen für unser weiteres Training. Wir nutzen derzeit jede Wolken- und Regenlücke für ein bisschen Balltraining. Eine unserer Lieblingswiesen ist auch grade gemäht worden, so dass wir nun auch den Ball wiederfinden. Also meistens jedenfalls. Auch gestern zog es uns wieder raus auf besagte Ballspielwiese. Nachdem es zwei Tage hier ordentlich geschüttet hatte, stand auch alles andere gut unter Wasser. Bei den ersten Sprints spritzte uns eine braune Brühe bis rauf zum Rücken. Aber was soll´s - wir haben einfach weiter gemacht und hatten einen Heidenspaß dabei. Ich bin ja eher etepetete, was Dreck angeht, aber Clay ist ein echtes Schwein. Und diesmal so richtig. Clays Beine und Bauch waren komplett dunkelbraun - verdächtig braun, muss ich sagen. Meine Stelzen gingen da noch, aber ich hab ja auch nicht so Vollgas gegeben, wie der kleine Renner. Zuhause angekommen rochen wir dann, was die Chefin schon vage vermutet hatte, Abgeschirmt von Wind und Regen bekamen wir in unserem kleinen Flur einen Parfüm-Schlag sonderen gleichens. Der vermeintliche Matsch auf der Wiese war aufgeweichte Gülle, die vor zwei Tagen vor dem Starkregen auf unsere tolle Spielwiese ausgebracht wurde. Somit behielten Clay und ich die Halsbänder erst mal an und wir wurden direkt durcheskortiert ins Badezimmer, wo der Großwaschtag eingeläutet wurde. Etwa eine halbe Stunde später waren wir wieder frisch und sauber und konnten endlich auf unser heißgeliebte Couch. Ich glaub, die Chefin geht künftig wohl doch lieber auf ungemähte Wiesen. Dann müssen wir eben die Bälle suchen, aber wenistens bleiben wir ein wenig sauberer.

Schöne Scheiße ;-)

Euer Dobby