Februar 2014

Sonntag, 23. Februar 2014

Endlich Welpenbaden

 

Gestern war es endlich so weit: wir waren zu Besuch bei Hexe und meinen Kindern. Sie sind einfach traumhaft schön - auch, wenn ich sie nur aus etwas Entfernung sehen durfte. Und sie riiiiechen so gut. Ich bin total verliebt. Auch das Wiedersehen mit Hexe hat mir umgehend die Herzchen in die Augen gezaubert. Die Chefin meinte, ich hätte mich aufgeführt wie ein verliebter Elch. Es war einfach toll.

 

Weil Bilder mehr sagen als 1000 Worte hier mal ein paar Fotos unserer Brut.

Natürlich kann man sich bei einem Besuch von nur wenigen Stunden nicht wirklich ein Komplettbild verschaffen, aber ich erzähl Euch mal, wie ich meinen Nachwuchs so einschätze:

 

Da ist zum einen Franz-Josef - der Hahn im Korb. Mit seinen stattlichen 1600g im zarten Alter von knapp drei Wochen ein kleiner Muckel. Aber den Babyspeck wird er sicher bald verlieren. Ein aufgeweckter Zwerg, der optisch viel Ähnlichkeit mit mir damals als Welpe hat. Also denke ich mal, dass er wohl später ebenso ein hübscher Kerl wird wie ich.

Wir hatten ja gehofft, dass ein Welpe mein Po-Tattoo erbt. Bei FJ hat es fast geklappt. Da wo ich eine Flugente auf dem Hinterteil trage, hat er ein ganzes Gespenst. Witzig!

 

Clever ist er auch: wenn er was will, sieht er erst mal nicht ein, sich anzustrengen, sondern jammert ein wenig und schwupps steht ihm jemand zur Seite, der ihm hilft - egal ob Mama oder die besorgte Züchterin. Man darf also faul sein, man darf nur nciht dumm sein. Vom Temperament her würde ich sagen, recht gemütlich aber nicht langweilig!

Sissi ist zwar die Erstgeborene, steht aber nicht gern im Vordergrund. Dem Fotografieren hat sie sich irgendwie nahezu entziehen können, weil sie nicht da ist, wo die anderen grad Dummheiten anstellen. Sissi scheint uns eher ein ruhiger Vertreter. Erst mal gucken, was die anderen machen und dann selbst mal ausprobieren.

 

Sie ist wunderschön, sehr dunkel gestromt und die Einzige mit einem dunklen Gesichtchen, das aussieht als wäre sie grad an der Milch gewesen und hätte noch einen Milchbart. Das wird bestimmt mal eine sanfte Schönheit. Ein bisschen zeichnet sich schon ab, dass sie Taille bekommt. Dennoch ist sie derzeit auf Platz 2 der Gewichtsstatistik direkt hinter Franz-Josef. Die beiden dunklen sind also auch die beiden etwas kräftigeren Welpen. Aber das hat für die weitere Entwicklung derzeit noch nichts zu sagen. Wir sind gespannt, wie sich die Zwerge in einigen Wochen präsentieren, wenn man auch schon Aussagen über spätere Größe treffen kann. Aber das dauert noch gute vier Wochen.

Die kleine Nene hat meine Chefin um den Finger gewickelt. Als Zweitgeborene kam sie auf die Welt und hat sich seither super entwickelt. Mittlerweile liegt sie aber gewichtstechnisch nur noch auf Platz 4 und wurde eben eingeholt von Sophie, dem Nesthäkchen.

 

Nene ist eine lustige Hündin. Aufgeweckt aber kein Draufgänger. Ich glaub, sie wird eine zierliche junge Dame werden und das Köpfchen verspricht schon jetzt sehr feine Züge. Das Fell ist etwas heller als das von Sissi oder Franz-Josef mit einem schönen leichten Strom. Das wär bestimmt mal später ein toller Ausstellungshund. Auf jeden Fall mal eine ganz schmusige, nette Maus.

Last but not least: Sophie - die kleine Süße in hellem rot mit wenig Strom aber von den vieren am meisten weiß.

 

Sophie ist das Nesthäkchen. Die erste Zeit wirkte sie sehr zart, hat aber nun gewichtsmäßig immerhin ihr Schwester Nene überholt. Dabei ist sie echt ein aktiver Feger. Eine kleine Hexe - immer mittemang dabei, wo es was zu erleben gibt.

 

Die Kleine ist echt zuckersüß, hat es aber glaub ich ganz schön dicke hinter den Ohren. So werden schon die Geschwister an den Ohren gezogen, das Spieli durchgeschüttelt und alles angeknurrt, was sich als potenzielles Spielobjekt anbietet. Man kann einfach nicht ernst bleiben, wenn man sie beobachtet. Ein echter kleiner Clown.

 

Dabei wird sie sicher mal eine zarte, hübsche Dame  werden. Aber eine mit Pfiff und Hummeln im Hintern!

Abschließend noch ein paar Bilder von meiner Herzdame, die unsere Kinder vorbildlichst versorgt. Obwohl gestern viele Leute ihre Babies geklaut und durch die Gegend getragen haben, hat das die Hexe nicht geschockt. Dennoch war die überall zur Stelle und hat aufgepasst, dass den Kleinen nichts passiert. Eine tolle Frau!!!!

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Kommentare

  • Claudia Düster (Freitag, 28. Februar 2014 07:30)

    Du hast die kleinen so beschrieben wie man es besser nicht kann. Sie sind einfach nur Zauberhaft, deine Hexe

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Dienstag, 18. Februar 2014

Traurige Grüße und Nachruf auf zwei wundervolle Whippets

 

Gestern war kein Tag, wie man ihn sich wünscht. Da surft die Chefin durch's Internet und wird auf einmal betroffen und blass. "Oh Oh" denke ich noch bei mir, da murmelt sie schon "Das kann doch nicht wahr sein!!!" Was nicht wahr sein darf wurde uns anschließend vorgelesen: Karla Schwedes Globerunners Alabaster Kid aka Jimmy bzw. Mr. Clark, von dem wir erst eben berichtet haben, ist überraschend ohne Vorwarnung verstorben. Das ist der absolute Horror: ein Whippet in Saft und Kraft, grade mal 6 Jahre, stirbt - einfach so??!! Das kann doch nicht sein. Auch, wenn wir uns nie persönlich kennen lernen durften, haben wir die Geschichten von Mono und Mr. Clark geliebt. Nun ist Mr. Clark zu seinem Namensgeber gegangen: Jimmy, run free, wir hoffen, dass du gut im Regenbogenland ankommst und hoffentlich nicht so viele Deppen dort triffst, wie die von denen uns deine Chefin immer berichtet.

 

Aber um den Tag endgültig zu ruinieren, fand die Chefin beim weiteren scrollen das nächste bekannte Gesicht - auch verbunden mit einer Todesmeldung. Der beste Freund meines Papas und doller Kumpel Duncan (Whipcat Question of Honour) verstarb ebenfalls gestern. Spätestens bei dieser Meldung stand meiner Chefin das Wasser in den Augen. Duncan hatte eben erst seinen achten Geburtstag gefeiert. Der Seelenhund seiner Menschen. Ein stattlicher, cremefarbener Rüde mit sanftem Gemüt. Der, dem kein Streit unter Pubertierenden gefallen hat und der immer als Schlichter zur Stelle war. Mann, Duncan - wir werden Dich vermissen!!! Da ist es keine Frage der Ehre, dass wir Dir wenigstens hier ein Denkmal setzen und an Dich erinnern! Mach´s gut, großer Freund!!!

 

Unsere Gedanken sind bei Euren Angehörigen - egal ob Zwei- oder Vierbeiner, die Euch vermissen, Jungs! Mr. Clark, Duncan, wir sehen uns eines Tages am Ende der Regenbogenbrücke, aber wir hoffen, dass das noch einige Zeit hin ist. 

 

Kein Wunder wohl, dass die Chefin die letzte Nacht kaum geschlafen hat und laufend nach Clay und mir getastet hat und geschaut hat, ob wir ok sind. Das Leben ist so kostbar - lasst uns jeden Moment genießen!

 

Traurige Grüße, Euer Dobby mit Familie

Der wundervolle, sanftmütige Duncan

Sonntag, 16. Februar 2014

Die Sache mit dem Namen

 

Aktuell grübeln wir mal wieder über das Thema Namensgebung. Also die Chefin meint, dass der Namen zum Hund passen muss und dafür muss man den Hund erst mal gesehen haben.

 

Damals als ich klein war, so fünf Wochen etwa, haben mich meine Leute gesehen, sich in mich verliebt, mich spontan adoptiert und schwupps stand der Name fest. Es waren meine Ohren. Ohren wie bei Dobby, dem Hauself von Harry Potter. Und ein kleiner Hauself sollte ich ja auch werden. Allerdings keiner von denen, die irgendwas nachts aufräumen, sondern eher einer der Sorte, die Leben in die Bude bringen und die Leute verzaubern. Mit dem Aufräumen hab ich es nämlich nicht wirklich – eher mit dem Ausräumen. Dafür bin ich aber wie ein Hauself scharf auf Socken. Mein Name ist also genau der richtige.

 

Meine Leute haben dann noch versucht, auf die Züchterin Einfluss zu nehmen, um mir meinen offiziellen Namen zu ersparen. Leider war da nichts zu machen. Optimus Vertragus heißt der ideale Windhund. Ist zwar etwas intellektuell, einen lateininschen Namen zu wählen, aber nun gut, das ginge vermutlich noch. Aber Eratus hätte es nun echt nicht sein müssen. Eratus – klingt ja wie Erare humanum est (irren ist menschlich). Ich hätte mir also einen etwas schöneren, harmonischeren Namen gewählt, wenn ich das gekonnt hätte. Zumindest bin ich nicht (wie mein Bruder Hugo) ein Erebus geworden. Ein Höllenhund wollte ich nun echt nicht sein. Insofern bin ich über meinen Dobby-Rufnamen echt glücklich. Das gleicht das Offizielle doch etwas aus und klingt doch auch ganz lustig.

Bei Clay waren meine Leute etwas flexibler in der Namenswahl. Als der Lütte auf die Welt kam, sah er aus, als hätte er mit einem Preisboxer im Ring gestanden und eine auf’s Auge bekommen – so ganz weiß mit dem blaugrauen Fleck auf dem linken Auge. Als dann der Züchter informiert hat, dass der C-Wurf Namen römischer Kaiser tragen soll, fing bei uns zuhause aber das große Augenrollen an. Römer haben wir ja in Trier weiß Gott genug und schon wieder was Lateinisches: Das musste nun wirklich nicht sein! Die Chefin befragte also erst mal das Internet, wie denn römische Kaiser so heißen. Caesar, Caligula, Claudius, gab es nicht auch einen Caspar Olevian oder so? Nee nee, alles nicht passend. Bis die Chefin dann herausfand, dass es einen Kaiser mit Namen Cassius gegeben hat. Ein römischer Gegenkaiser zu Marc Aurel. Naja, der hat sich zwar auch nicht mit Ruhm bekleckert, aber Cassius englisch ausgesprochen (Käsches) passte dann im wahrsten Sinne wie die Faust auf’s Auge. Cassius Clay ist nämlich der richtige Name von Muhammed Ali, dem größten Boxer aller Zeiten (http://de.wikipedia.org/wiki/Cassius_Clay) mit leichtem Hang zum Größenwahn („I am the Greatest“). Und so heißt Alabastas Cassius nun Clay – unser kleiner Kämpfer. 


Jetzt haben meine Leute also schon zwei passende Hundenamen gefunden und stehen vor dem nächsten Namensproblem. Die Aufgabe: einen Namen für eine meiner Töchter finden: was mit A, schön, passend und es soll irgendwas mit Köln zu tun haben (wegen Heart from Cologne). An sich denken wir ja, dass Heart from Cologne schon kölsch genug ist. Nächste Woche werden wir meine Nachwuchsbande sehen. Wetten, dass es dann click macht und wir wissen, wie sie heißen wird...

 

Ihr seht, diese Namensgebungen sind eine total spannende Sache, mit der sich auch andere Leute intensiv auseinander setzen. Bei manchen folgt der Name einer spontanen Eingebung, bei anderen ist viel Zeit und Gedanken investiert.

 

Ähnlich wie uns ergeht es auch anderen Menschen mit der Namenswahl Ihres Whippets. Bei Karla Schwede wurde Whippet Nummer 1 auch Träger eines großen Namens - ähnlich wie bei uns. Mr. Clark erhielt seinen Namen nach dem berühmten Rennfahrer Jim Clark. Konsequenterweise ist sein heimischer Rufname Jimmy. So ählich ist es ja auch Clay ergangen, auch wenn die Initialzündung hierzu die Optik war. Die Optik war auch bei Karlas zweitem Whipp mehr oder minder ausschlaggebend was die Namenswahl betraf. Wie auch bei der Wahl meines wundervollen Dobby-Namens stand hier im ersten Moment bereits der Name fest: ein Blick, ein Name. Ich glaube - so soll es sein!

Dienstag, 11. Februar 2014

Sie wachsen und gedeihen

 

An sich gibt es nicht viel Neues zu berichten. Der Winter hält sich immer noch für einen echten April, es läuft alles wie immer, einige fiesen Rück- und Tiefschläge im Januar haben wir einfach abgehakt und uns erst mal für den Rest des Jahres nur noch positive Nachrichten bestellt und das Einzige, was schon vom ersten Moment an positiv war, wächst und wächst: Mein Nachwuchs!

Kaum 14 Tage alt passen meine Kleinen schon nicht mehr in eine Hand, nein, die Obrigkeit von Hexe braucht schon zwei. Die Lütten saugen meine Liebste aus, aber sie hätte noch Milch für noch einen Satz Zwerge. Innerhalb der ersten Woche haben die Welpis mal glatt ihr Startgewicht verdoppelt und sie wachsen und wachsen. Ich glaub, da kann man zugucken. Das müssen wir bald mal testen und hinfahren zum gucken. Bilder transportieren das Feeling nicht so wie die Realität.

 

Hier mal ein paar Bilder von den WWW: den Weltschönsten Whippet Welpen ;-)

Der kleine Hahn im Korb ist der dunkle mit dem Z wie Zorro im Nacken, die anderen drei sind Mädels. Sind sie nicht wunderwunder schön?!

Dienstag, 4. Februar 2014

Einmal Pütt und zurück 

 

Letztes Wochenende stand eine Runde Ruhrpott auf dem Programm. Zuerst dachte ich, es handle sich dabei um was Essbares, wie bei Pot-au-feu oder so. Wobei Ruhr ja da schon eher an Durchfall erinnert. Nun ja, lassen wir das.

 

Am frühen Samstag Morgen brachen Chefin, Clay und ich auf nach Gelsenkirchen. Dort fand beim Rennverein ein Züchterseminar statt. Wir haben zwar keine Hündin (sehr schade - wirklich!!!), aber die Chefin vertritt die Auffassung, dass man auch als Rüdenbesitzer an der Zucht beteiligt ist und somit informiert sein sollte. Das Thema war, wie ich fand, auch eher auf Rüden abgestellt. Es ging nämlich um das weiße Gold *hihi* - unser Sperma, wie man es abzapft, auswertet, verschickt, tiefgefriert, und komplett Spaß-frei in die Hündin bekommt. Die Amis sind ja echt der Meinung, dass der natürliche Decksprung ausgedient hat, weil zu gefährlich. Die spinnen, die Amis. Nichtsdestotrotz, ein nicht uninteressantes Thema. So könnte ich zum Beispiel auch in Australien decken, ohne je dort gewesen zu sein. Sollte sich nicht noch einmal eine passende Dame für mich finden, könnte die Chefin auch überlegen, Dobby-Spermien einzufrieren und vielleicht haben wir ja doch eines schönen Tages eine Hündin. Aber ehrlich - die würd ich dann lieber persönlich vernaschen. Also mal sehen, was die Zeit bringt.

 

Der erste Versuch mit der Vermehrung hat jedenfalls mehr als gut geklappt. Meine Welpen sind jetzt schon fast eine Woche alt und entwickeln sich prächtig. Pro Tag etwa 50g Gewichtszunahme. Das sind schon ganz schöne Brummer! Aber wunderschön und zuckersüß. Zwei - der Junge und ein Mädel (sinnigerweise Sissi und Franz-Josef) sind dunkelgestromt, wie ich. Die anderen beiden Mädel schlagen farblich mehr nach Hexe und sind ein wenig heller. Das ist total der Hammer. Alle Großeltern und die Eltern sowieso sind superstolz und glücklich. Ich muss endlich mal Fotos hier reinstellen, damit ich Euch die Lütten vorstellen kann. Wir sind schon sehr gespannt auf die weitere Entwicklung - auch, wenn hier wohl leider keins meiner Kinder einziehen wird. Der Chef findet, zwei Vollchaoten im Whippetkostüm sind genug. Und die drei Katzen sind ja auch noch da. Das ist wohl genug Zoo.

 

So - nun nochmal zurück zum Wochenende. Beim Seminar haben wir auch nette Leute getroffen. Heike, eine Freundin der Chefin war da und Maik, der Züchter von Clay, auch. Clay hat sich wie Hulle über das Wiedersehen mit seiner Hebamme gefreut und auch Maik war sehr erbaut von Clays Entwicklung.

 

Nach diesem interessanten Seminar ging es weiter nach Bochum zu der Paten-Doppel-Tante von der Chefin. Die beiden haben den ganzen Abend verquatscht und gelacht, während Clay und ich uns erst mal erholen mussten von Autofahren und Seminar. Und dann ging es ins Hotel ein paar Meter die Straße runter, vierter Stock ohne Aufzug. Wir waren alle drei froh als wir im Bett bzw. wir Jungs im Schlafsack lagen. Die Augen haben wir nicht mehr offen halten können und erst wieder mit dem Wecker klingeln am nächsten Morgen geöffnet.

 

Schnell wurde das Zeug zusammen gepackt, alles huckepack genommen (außer uns Whippets - weil wir können ja laufen) und dann ging es zum Auto und damit nach Castrop-Rauxel zur WCD-CAC-Ausstellung. Oh Mann, was ein Trubel und was ein Chaos. Erst finden wir die Enfahrt zum Parkplatz nicht, dann ist meine Startnummer nicht da, gefrühstückt haben wir auch nix, und dann sind wir endlich an Ring 4 eingetroffen und entladen die Karre mit dem Kennel, dem Klappstuhl und dem übrigen Gerödel, da macht uns doch glatt so ne dämliche Whippetbesitzerin doof von der Seite an und keift "hier ist aber der Eingang!!!" Als ob wir Tomaten auf den Augen hätten. Wir mussten doch aber erst mal das Zeug abladen und aufbauen. Mann, was eine affektierte Ziege. Wir haben es somit vorgezogen, uns lieber zu den Chinese Crested Powder Puff Leuten zu setzen. Die waren lustig, humorvoll und saunett.

 

Dann ging auch alles recht fix. Es richtete Frau Lisbeth Mach aus der Schweiz, eine schick gekleidete, ältere Dame, recht resolut und mit Maßband ausgestattet. Ich ahnte schon Fürchterliches. Aber die Chefin blieb soweit cool. Erst mal kam ja eh Clay an die Reihe. Beim Warten vor dem Eingang zum Ring schien dann die Truppe um unsere besondere Freundin (siehe oben) über Clay zu reden und vermutlich haben sie ihn nicht in den höchsten Tönen gelobt. Aber da haben sie nicht mit der Schlagfertigkeit der Chefin gerechnet, die die Gruppe dann offen ansprach und meinte "Ja, man kann auch durchaus einen Rennwhippet ausstellen!" Ruhe war :-)

Clay hat sich gut gemacht im Ring. Also ich fand ihn super. Er blieb brav, kam auch mit den sauglatten Boden gut zurecht und zeigte sich echt tip top. So wurde er direkt als Freuhund enttarnt und die Chefin war schon heilfroh, dass Clay der Richterin nicht durch´s Gesicht geleckt hat. Leider reichte es dennoch nur für einen dritten Platz, direkt nach zwei Schlachtschiffen, die nicht nur mindestens 4kg mehr auf der Waage sondern auch 3 cm mehr am Maßband zu bieten hatten. Dass wir dann im Richterbericht lesen konnten, dass Clay übergroß ist, hat uns jedoch aus den Schuhen gehauen - ebenso wie der Punkt, dass die Kälber, die vor ihm standen trotz zum Teil ordentlicher Übergröße dennoch eine V-Bewertung erhielten. Naja, zumindest war die Richterin dahingehend konsequent, dass sie hier keine Anwartschaft vergab.

 

Nach der Zwischenklasse war ich dann an der Reihe. Und ich hab die Richterin mal so richtig um den Finger gewickelt. Leider hat sie darüber aber ihr blödes Maßband nicht vergessen und schüttelte dann traurig mit dem Kopf, als sie der Chefin sagte "so ein schöner Hund und leider sooo groß. Wir müssen wieder zurück zum Standard kommen". Und so ging das Ganze auch für mich nicht gänzlich positiv aus, denn aufgrund der paar cm zuviel, bekam ich leider nur ein sg - das jedoch versüßt mit einer 1 dahinter. Naja, so ist das manchmal eben...

Clay - schön getroffen von Karla Schwede www.doctor-speed.de
Dobby grad rausgeflogen wegen Übergröße - Foto mit freundlicher Genehmigung von Karla Schwede www.doctor-speed.de